[Rezension] Im Land des ewigen Frühlings - von Christiane Lind

08:00 Tinten Hexe 0 Kommentare


Inhalt:
Isabell macht sich mit ihrer Grossmutter Lina auf die Suche nach deren Grossmutter Elise, die als Forscherin Karriere gemacht hatte und Guatemala und die Maya-Kultur geliebt hat. Maragarete Seler, die Freundin ihrer Grossmutter, hat ebenfalls Nachkommen in nächster Nachbarschaft zu Isabell. Sie lernt Fabian kennen und macht sich gemeinsam mit ihm auf die Suche, doch er ist alles andere als ein einfacher Zeitgenosse. Dumm nur, dass sie sich dennoch von ihm angezogen fühlt. In der Vergangenheit versuchen Elise und Margarete jeweils ihren Weg zu finden und den Gefahren des alltäglichen Lebens in Guatemala zu trotzen. 

Meine Meinung: 
Mein Pech ist es, dass ich, je intensiver ich mich mit einem Buch auseinandersetze, immer pingeliger werde. Das scheint mein Schicksal zu sein und so ist die Liste der Dinge die ich bemerkt habe, auch ziemlich lange. Man merkt, dass hier eine sehr geübte Schreiberin am Werk ist. 
Es gibt vier Perspektiven, zwei in der Vergangenheit, Elise und Margarete und zwei in der Gegenwart, Isabell und Fabian. Eigentlich sind sie gut auseinanderzuhalten, nicht unbedingt vom Schreibstil, aber weil sie klassisch durch Kapitel getrennt wurden. 
Dass später ein weiterer Mann dazukommt, finde ich bei Isabells Erzählstrang wirklich cool, denn das Ganze wird dadurch noch spannender. Auch ihre Vergangenheit schafft eine spezielle Voraussetzung für die Gegenwart. Je länger ich gelesen habe, desto tiefer war ich in der Geschichte drin und zum Schluss landete Guatemala auch auf meiner Reise-Wunschliste. Man merkt der Geschichte an, wie gut sie recherchiert ist, bzw sie ist fast zu voll mit Fakten und Details, sodass man sich auf gewissen Seiten in einem Geschichtsbuch oder einem Reiseführer wiederfindet. Ich finde jedoch, das spricht für die Sorgfalt der Autorin und hat mich persönlich nicht gestört. 
In der Vergangenheit fand ich den Anfang von Margaretes Geschichte am Besten, der Teil mit ihrer Rückkehr nach Guatemala habe ich hingegen nicht so gerne gelesen. Das liegt allerdings daran, dass es sehr viel Unbehagen und negative Gefühle in mir ausgelöst hat. Eigentlich ist es also der Autorin gelungen, meine Gefühle zu wecken, was nicht immer so leicht ist. Elise fand ich meist farblos, aber ich war gespannt auf ihre Entwicklung, die dann auch tatsächlich stattgefunden hat, was sehr positiv war. Fabian fand ich leider ein bisschen doof, da er erst spät auf ein Familiengeheimnis stösst, was für mich darauf hindeutet, dass er mit geschlossenen Augen durchs Leben gegangen sein muss.
Der Schreibstil ist mitreissend, mit jeder Person ein wenig anders und die Charaktere sind sehr vielschichtig und abwechslungsreich.

Meine Empfehlung: 
Das Buch könnte sehr interessant sein für Liebhaber von Sarah Lark und ähnlichen Fernweh-Autorinnen, die historische Romane verfassen. Ich werde das Buch meiner Mama empfehlen, meine Schreibpartnerin hat sich das Buch bereits auf die Wunschliste geschrieben meinetwegen. Meine Schwester, die den Quetzal-Vogel aus Guatemala so wunderschön findet, wird vielleicht ebenfalls Interesse daran haben, diese Geschichte zu geniessen.

Mein Highlight: 
Das ist bei so vielen verschiedenen Charakteren und Schauplätzen wirklich schwierig, aber ich nenne hier gerne die Blogparade, an der ich teilnehmen durfte. Es war meine erste, weswegen ich sie sicher nicht vergessen werde.

Das Cover: 
Ich war schon von Anfang an begeistert von dem Cover, die Farben sind einfach wunderschön und das Symbol im Hintergrund ebenso wie die Landschaft. Ich finde es cool, dass es für einmal ohne Person auskommt. Später habe ich erfahren, dass es von meiner Lieblings-Coverdesignerin Sarah Buhr stammt. Wie cool ist dass denn? Ich liebe sie einfach!

Was passiert jetzt mit meinem Exemplar?
Ich musste echt ewig auf mein Print-Reziexemplar warten, da hier bei der Post was krumm gelaufen sein muss. Ich habe mich darauf sehr gefreut, aber es dann im Hinblick auf die Blogparade als eBook gelesen, was auch okay war für mich. Dieses bleibt auf dem Handy, das Print hingegen bekommt einen Ehrenplatz im Regal. Oder wird noch ein bisschen herumgereicht in der Familie. Wahrscheinlich beides. 

Die Autorin: 
Chris Lind ist eine Autorin mit vielen Gesichtern. Sie hat schon in diversen Genres unter verschiedenen Pseudonymen Erfolg gehabt. Ich kenne bisher nur ihre tolle Familiensaga und muss ihr hiermit für die schönen Lesestunden danken. Ich bin mit diesem Buch um die Welt gereist und habe stundenlang geträumt. Mit ihr eine Leserunde abzuhalten war übrigens äusserst schön und angenehm. 

Links:
Das Buch bestellen könnt ihr hier.
Hier kommt ihr zur Webseite der Autorin. 

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